Wassergehalt im Honig prüfen

Ein Tropfen auf das Prisma, ein Wert auf der Skala: Geben Sie ihn hier ein und sehen Sie, ob Ihr Honig ins D.I.B.-Glas darf, nur ins Neutralglas oder gar nicht in den Verkauf, und was die Mischung zweier Chargen ergibt.

% Wasser
Völlig flüssiger, kristallfreier Honig, keine Luftblasen. Proben aus mehreren Waben, auch aus den Randzellen.
Refraktometer
Honig
Zwei Chargen mischen (optional)
kg
%
kg
%

Bewertung

17,4%

D.I.B.-tauglich

17,4 % hält die 18 % des Deutschen Imkerbundes ein: Der Honig darf ins D.I.B.-Glas. Ideal wären nach LAVES unter 17 %.

Mischung: 60 kg mit 17,3 % Wasser, unter der D.I.B.-Grenze.

So wird gerechnet

Die Grenzwerte

WassergehaltBlüten- und HonigtauhonigHeidehonig (Calluna)
Ziel des LAVES Celleunter 17,0 %keine eigene Angabe
Imker-Honigglas des D.I.B.höchstens 18,0 %höchstens 21,4 %
Honigverordnung, Anlage 2höchstens 20 %höchstens 23 %
Backhonighöchstens 23 %höchstens 25 %

Honig über der Grenze der Honigverordnung ist kein Speisehonig mehr und nicht verkehrsfähig. Zwischen der D.I.B.-Grenze und der gesetzlichen Grenze darf er nur im Neutralglas verkauft werden. Die Kollektivmarkensatzung schreibt für ihre Grenzwerte die AOAC-Methode vor, also eine Messung mit dem Refraktometer.

Temperaturkorrektur

Wassergehalt = Ablesung + 0,08 × (20 − Temperatur in °C)

Unter 20 °C zeigt ein Gerät ohne Kompensation zu wenig Wasser an, darüber zu viel. Das LAVES Celle nennt 0,08 % je Grad. Geräte mit ATC brauchen keine Korrektur.

Die Mischung zweier Chargen

Wasser der Mischung = (Gewicht A × Wasser A + Gewicht B × Wasser B) ÷ (Gewicht A + Gewicht B)

Ein gewichteter Mittelwert, gültig für zwei Honige derselben Sorte, die Sie in einem Abfüllbehälter vereinen. Er dient nicht dazu, einen nicht verkehrsfähigen Honig in einen einwandfreien zu verschneiden: Der Rechner weist darauf hin. Die Messung Schritt für Schritt steht in unserem Beitrag Honig ernten. Tragen Sie jeden Wert ins Honigbuch ein.

Häufige Fragen

Wie hoch darf der Wassergehalt im Honig sein?

Die Honigverordnung erlaubt nach Anlage 2 höchstens 20 % Wasser, bei Heidehonig (Calluna) und Backhonig 23 %, bei Backhonig aus Heidekraut 25 %. Für Honig im Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes gelten strengere Grenzen: höchstens 18,0 %, bei Heidehonig 21,4 %, gemessen nach der AOAC-Methode.

Darf ich Honig mit 19 % Wasser verkaufen?

Ja, aber nicht im D.I.B.-Glas. Honig zwischen 18 und 20 % Wasser hält die Honigverordnung ein und darf im Neutralglas verkauft werden, erläutert das LAVES Celle. Unter dem Gewährverschluss des Deutschen Imkerbundes ist er nicht zulässig. Weil er leichter gärt, lagern Sie ihn kühl und verkaufen ihn zuerst.

Welcher Wassergehalt ist ideal?

Das LAVES Institut für Bienenkunde Celle empfiehlt, grundsätzlich unter 17,0 % zu bleiben, weil Honig mit mehr Wasser gärgefährdet ist. Die LWG Veitshöchheim nennt 15 bis höchstens 18 % als Zielbereich bei der Ernte. 2025 lag der Wassergehalt der Ernte laut Imkerumfrage des Fachzentrums Mayen im Durchschnitt bei 17,1 %.

Wie rechne ich die Temperatur am Refraktometer um?

Honigrefraktometer sind auf 20 °C geeicht. Ohne Temperaturkompensation addieren Sie nach dem LAVES Celle je Grad unter 20 °C 0,08 % zum abgelesenen Wert und ziehen je Grad über 20 °C 0,08 % ab. Bei 25 °C und einer Ablesung von 17,6 % beträgt der Wassergehalt also 17,2 %.

Wie kalibriere ich ein Honigrefraktometer?

Am besten mit der Eichflüssigkeit oder Glasprüfplatte des Herstellers. Fehlt beides, hilft nach dem LAVES Celle reines Olivenöl: Bei Geräten bis 28 % schneidet die Hell-Dunkel-Grenze die Skala dann bei etwa 27,0 %. Bei einer Überprüfung in Celle 2014 waren 28 von 36 Geräten verstellt, prüfen Sie Ihr Gerät also vor jeder Saison.

Kann ich zu feuchten Honig mit trockenem mischen?

Rechnerisch ergibt sich ein gewichteter Mittelwert. Einen Honig über der gesetzlichen Grenze mit trockenem Honig zu verschneiden, um die Grenze zu treffen, ist aber keine Lösung: Er ist nicht verkehrsfähig, und gärende Partien verderben. Lagern Sie feuchte Waben bis zum Schleudern trocken, oder lassen Sie sie im Volk.

Was ist bei Heidehonig anders?

Für Heidehonig aus Besenheide (Calluna) erlaubt die Honigverordnung 23 % Wasser, der Deutsche Imkerbund 21,4 %. Heidehonig ist thixotrop, im Ruhezustand gallertartig. Vor dem Schleudern wird jede Wabe gestippt, sonst fließt der Honig nicht. Wählen Sie im Rechner „Heidehonig“, damit diese Grenzen gelten.

Quellen

  1. Honigverordnung (HonigV), Anlage 2: Merkmale der Zusammensetzung von Honig, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
  2. Kollektivmarkensatzung des Deutschen Imkerbundes (Stand 17. November 2025), Deutscher Imkerbund e. V.
  3. Qualitätsrichtlinien: Echter Deutscher Honig, Deutscher Imkerbund e. V.
  4. Wassergehaltsbestimmung mit dem Handrefraktometer (W. von der Ohe, 2017), LAVES Institut für Bienenkunde Celle
  5. Produktionstechnik Honig, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Institut für Bienenkunde und Imkerei Veitshöchheim
  6. Infobrief Bienen@Imkerei 29/2025: Jahresrückblick mit Imkerumfrage, DLR Westerwald-Osteifel, Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen

Rechner