Verdeckelter Honig auf einem Rähmchen

Propolis: Was das Bienenharz kann, was erlaubt ist und wer es meiden sollte

Propolis im Faktencheck: woraus das Bienenharz besteht, was Studien zeigen, warum Tinkturen als Arzneimittel gelten, wer allergisch reagiert und was es kostet.

Propolis ist das Kittharz der Honigbienen. Sie sammeln Harz von Knospen, in Deutschland vor allem von Pappeln, Birken, Erlen und Kastanien, und vermischen es mit Wachs, um ihre Beute abzudichten und keimarm zu halten. Im Labor hemmen Propolis-Extrakte Bakterien und Pilze, beim Menschen ist die Studienlage aber dünn: Die EU hat keine einzige Gesundheitsaussage für Propolis zugelassen, Propolis-Tinkturen gelten zum Verkauf als Arzneimittel, und Propolis gehört zu den bekannten Auslösern von Kontaktallergien.

Dieser Ratgeber erklärt, woraus Propolis besteht, wie Imker sie gewinnen, was Studien tatsächlich zeigen, welche Produkte in Deutschland wie eingestuft sind und wer besser die Finger davon lässt.

Was ist Propolis und wozu brauchen die Bienen sie?

Imker sprechen von Kittharz oder Bienenkitt, wenn die Rähmchen nach dem Winter an den Falzen festkleben und sich nur mit dem Stockmeißel lösen lassen. Das Rohmaterial ist nach dem Steckbrief des LAVES Instituts für Bienenkunde Celle Harz, das vor allem Baumknospen ausscheiden, um sich selbst zu schützen. Die Bienen vermengen es mit Sekret ihrer Oberkieferdrüsen und mit wechselnden Mengen Wachs.

Gesammelt wird das Harz von spezialisierten Arbeiterinnen. Sie lösen es mit den Mundwerkzeugen und packen es in die Körbchen am dritten Beinpaar, dort, wo sonst die Pollenhöschen sitzen. Im Stock streifen andere Bienen die Last ab. Pro Sammelflug sind es laut Celle nur etwa 10 Milligramm.

Die Bienen nutzen Propolis vielseitig:

  • Abdichten: Ritzen und Spalten, die zu schmal für eine Biene sind, werden verkittet.
  • Auskleiden: Zellwände und Wabenoberflächen erhalten einen dünnen Überzug.
  • Einbalsamieren: Eindringlinge, die zu groß zum Hinaustragen sind, etwa eine Maus, werden mit Propolis überzogen.
  • Flugloch verengen: Manche Völker bauen das Flugloch mit Propolis enger.

Die Bienenforscher Michael Simone-Finstrom und Marla Spivak sehen in den Harzen einen Teil der sozialen Immunabwehr: Sie können die Übertragung von Krankheiten und Parasiten im Volk verringern. In gemäßigten Breiten sind nach ihrer Übersicht Pappeln die wichtigste Harzquelle. Die Verbraucherzentrale beschreibt Propolis als Kittharz, das im Stock gegen Bakterien und Pilze wirkt. Was die Bienen schützt, wirkt beim Menschen aber nicht automatisch ebenso.

Woraus besteht Propolis aus Deutschland?

Pappeltyp: die Bäume bestimmen die Chemie

Die Zusammensetzung hängt fast ganz davon ab, welche Bäume rund um den Bienenstand wachsen. Die LWG Veitshöchheim nennt Kastanie, Weide, Erle, Kirsche, Pflaume, Pappel, Birke und Nadelbäume als Harzquellen, außerdem Harz aus Wunden an Rinde und Ästen von Nadelgehölzen. Schon die Farbe verrät die Herkunft:

Harzquelle Farbe der Propolis
Erle gelb
Rosskastanie rötlich
Pappel braun
Birke schwarz

Propolis aus Mitteleuropa zählt in der Fachliteratur zum Pappeltyp. Typisch sind Flavonoide wie Pinocembrin, Galangin und Chrysin sowie Kaffeesäure und ihre Ester, darunter der Kaffeesäurephenylethylester (CAPE). Ganz anders sieht die grüne Propolis aus Brasilien aus, die von einem Strauch namens Baccharis dracunculifolia stammt, oder die rote Propolis aus Kuba und Brasilien. Studienergebnisse mit einer Sorte gelten deshalb nicht für die andere.

Was Laboranalysen finden

Das Institut für Bienenkunde Celle gibt für Rohpropolis, wie sie vom Gitter kommt, diese Spannen an:

Bestandteil Anteil in Rohpropolis
Harz 40 bis 60 %
Wachs 20 bis 30 %
Fremdstoffe wie Holzteilchen 3 bis 12 %
Wasser 1 bis 8 %

Die LWG Veitshöchheim rechnet mit etwa 55 Prozent Harzen und Balsamen, 30 Prozent Pflanzenwachsen, 10 Prozent ätherischen Ölen und 5 Prozent Pollen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält in seiner Stellungnahme Nr. 002/2009 fest, dass in Propolis mehr als 200 Substanzen nachgewiesen wurden und die Zusammensetzung je nach geografischem Ursprung schwankt. Neuere Arbeiten kommen auf über 300 Bestandteile, wie die Apotheken Umschau zusammenfasst.

Die Verbraucherzentrale ergänzt einen wichtigen Punkt: Propolis ist fettlöslich. Sie kann daher auch Umweltschadstoffe wie Blei und Cadmium sowie Rückstände von Tierarzneimitteln anreichern. Davon mehr im Abschnitt zur Qualität.

Wie gewinnen Imker Propolis?

Abkratzen oder Propolisgitter

Die einfachste Methode ist das Abkratzen. Bei der Durchsicht schabt der Imker mit dem Stockmeißel Propolis von Rähmchenoberträgern, Abstandshaltern und Zargenrändern. Diese Ware enthält viel Wachs, Holzspäne, Bienenteile und bei gestrichenen Beuten womöglich Farbpartikel. Sie eignet sich allenfalls für den Eigenbedarf.

Sauberer arbeitet das Propolisgitter, ein flexibles Kunststoffgitter mit schmalen Schlitzen. Celle empfiehlt eine Maschenweite unter 5 Millimetern. Die Bienen verkitten jede Öffnung, die zu eng für sie ist, besonders wenn darüber Licht oder Zugluft eindringt.

Schritt für Schritt mit dem Gitter

  1. Gitter auflegen: direkt auf die Oberträger der obersten Zarge, anstelle der Folie oder des Innendeckels. Nur starke, gesunde Völker nutzen.
  2. Reiz setzen: Den Deckel leicht versetzen oder die Dämmung entfernen, damit etwas Licht und Luft durchkommt. Die Kittfreude steigt zum Spätsommer hin.
  3. Abnehmen: Wenn die Schlitze gut gefüllt sind, das Gitter entnehmen, rechtzeitig vor der Einwinterung, damit das Volk wieder dicht und warm sitzt.
  4. Einfrieren: Laut Celle wird Propolis beim Frieren spröde und lässt sich dann ausklopfen. Das Gitter dazu in einem sauberen Beutel einige Stunden in die Truhe legen.
  5. Ausbrechen und reinigen: Das kalte Gitter über einer sauberen Schale biegen und klopfen. Grobe Verunreinigungen auslesen, die Propolis im gefrorenen Zustand zerkleinern.
  6. Lagern: Celle rät, Rohpropolis tiefgefroren aufzubewahren oder zu Lösungen oder Salbengrundlagen weiterzuverarbeiten.

Wie viel kommt zusammen?

Das Institut für Bienenkunde Celle nennt als Richtwert rund 100 Gramm Propolis pro Volk und Jahr. Wie viel tatsächlich anfällt, hängt stark von der Biene, dem Baumbestand und der Zahl der Gitter ab. Simone-Finstrom und Spivak weisen darauf hin, dass die Domestikation die Kittfreude der Honigbienen insgesamt verringert hat, vermutlich weil Imker Linien bevorzugten, die wenig kitten. Zwischen Bienenherkünften und einzelnen Völkern sind die Unterschiede groß. Bei der Durchsicht ist wenig Kitt angenehm, für eine Propolisernte eher ein Nachteil.

Wichtig für die Qualität: Während einer Varroabehandlung kommt kein Gitter auf das Volk. Die LWG warnt vor Rückständen von Varroabehandlungsmitteln und Pestiziden in Propolis. Wie Sie Ihr Behandlungskonzept so planen, dass Ernte und Behandlung getrennt bleiben, lesen Sie in unserem Beitrag zur Varroa-Behandlung. Für den Ablauf rund um Schleudern und Abfüllen siehe Honigernte.

Schutz für die Hände

Auch Imker selbst können über die Jahre eine Kontaktallergie gegen Propolis entwickeln, oft an den Fingern. Beim Ausbrechen und Verarbeiten schützen Nitrilhandschuhe. Wer schon einmal ein juckendes Ekzem an den Händen nach der Arbeit am Volk hatte, sollte das ärztlich abklären lassen.

Was zeigen Studien zur Wirkung von Propolis?

Drei Ebenen muss man unterscheiden: das Reagenzglas, den Tierversuch und kontrollierte Studien am Menschen. Für Propolis sind die ersten beiden gut gefüllt, die dritte ist dünn, und viele Studien stammen von Herstellern oder nutzen Propolis anderer Herkunft.

Im Labor: deutliche Effekte, schwache Übertragbarkeit

Propolis-Extrakte wirken im Labor gegen Bakterien, Pilze und manche Viren, außerdem antioxidativ und entzündungshemmend. Eine Heidelberger Arbeitsgruppe um den Pharmazeuten und Biologen Michael Wink fand laut Apotheken Umschau antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften, deren Stärke je nach Herkunft deutlich schwankte. Der Pharmazeut Matthias Melzig sieht in demselben Beitrag eine gewisse Wirkung gegen Infektionen und Entzündungen bei örtlicher Anwendung als gesichert an. Gegen Infektionen im ganzen Körper ist nach Wink dagegen kaum etwas zu erwarten: Für eine vergleichbare Wirkung braucht Propolis etwa tausendfach höhere Konzentrationen als ein Antibiotikum. Kurz gesagt: Propolis ist kein natürliches Antibiotikum.

Herpes an der Lippe

Die bekannteste Studie zu Lippenherpes ist eine randomisierte, doppelblinde Studie mit knapp 400 ausgewerteten Erwachsenen aus fünf slowakischen Hautkliniken und Praxen, 2019 in der Wiener Medizinischen Wochenschrift erschienen. Eine Lippencreme mit 0,5 Prozent eines Propolis-Spezialextrakts (GH 2002) wurde im Bläschenstadium mit einer Aciclovir-Creme 5 Prozent verglichen, beide fünfmal täglich. Die Bläschen verkrusteten oder heilten mit Propolis im Median nach 3 Tagen, mit Aciclovir nach 4 Tagen. Allergische Reaktionen oder andere Nebenwirkungen traten laut den Autoren nicht auf.

Die Einschränkungen: Es gab keine Placebogruppe, die Propoliscreme stammte vom Extrakthersteller Gehrlicher, der den Spezialextrakt entwickelt hat, und die Arbeit nennt keine Finanzierungsquelle. Eine unabhängige Bestätigung steht aus. Das Ergebnis gilt zudem nur für diesen standardisierten Extrakt, nicht für jede Propolissalbe.

Mundschleimhautentzündung bei Krebstherapie

Vergleichsweise gut untersucht ist die orale Mukositis, eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut unter Chemo- oder Strahlentherapie. Eine Pflege-Leitlinie aus der integrativen Onkologie, erarbeitet von einem interdisziplinären Gremium um Diana Steinmann und 2021 in Integrative Cancer Therapies veröffentlicht, wertete 329 Literaturtreffer aus. Zu Propolis gingen zwei Arbeiten ein, eine Metaanalyse und eine randomisierte Studie, beide zur Vorbeugung. Das Gremium bezeichnete Propolis bei Mukositis zweiten und dritten Grades als vielversprechend, für die Behandlung stützt sich das allein auf Expertenmeinung. Die Datengrundlage bleibt schmal, und die Anwendung gehört in die Hände des Behandlungsteams, nicht in die Selbstmedikation.

Covid-19: eine Studie aus Brasilien

In der BeeCovid-Studie erhielten 124 Klinikpatienten in Brasilien zusätzlich zur Standardbehandlung sieben Tage lang einen standardisierten Extrakt aus grüner Propolis, 400 oder 800 Milligramm am Tag. Die Patienten lagen im Median 7 beziehungsweise 6 Tage im Krankenhaus, die Vergleichsgruppe 12 Tage. Akutes Nierenversagen trat unter der höheren Dosis seltener auf (4,8 gegenüber 23,8 Prozent). Beim Sauerstoffbedarf gab es keinen Unterschied.

Die Studie war zwar randomisiert, aber offen, also ohne Placebo und Verblindung, an nur einem Zentrum und mit brasilianischer grüner Propolis, die chemisch kaum etwas mit heimischer Pappelpropolis gemein hat. Zur Vorbeugung von Corona, Grippe oder Erkältungen sagt sie nichts. Die Verbraucherzentrale stellt klar, dass ein Schutz vor solchen Infekten nicht belegt ist.

Die Studienlage auf einen Blick

Anwendung Was Studien zeigen Einordnung
Keime im Labor deutliche Hemmung, stark herkunftsabhängig nicht auf Menschen übertragbar
Lippenherpes standardisierter Extrakt in einer Studie im Median einen Tag schneller als Aciclovir ohne Placebo, Herstellerextrakt, nicht bestätigt
Mukositis bei Krebstherapie in einer Pflege-Leitlinie als vielversprechend bewertet wenige Studien, nur ärztlich begleitet
Covid-19 im Krankenhaus kürzere Liegedauer mit grüner Propolis offene Einzelstudie
Halsweh, Erkältung, Abwehrkräfte nicht belegt keine zugelassene Werbeaussage

Was sagt die EFSA, und was darf auf der Packung stehen?

Keine einzige zugelassene Gesundheitsaussage

Nach der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 dürfen Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel nur mit Gesundheitsaussagen beworben werden, die nach Prüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen sind. Die EFSA hat 2010 dreizehn eingereichte Aussagen zu Propolis und zu den Flavonoiden in Propolis bewertet. Sie betrafen Atemwege, Darm, Leber, Mundgesundheit, Durchblutung, Immunabwehr sowie antibakterielle und antimykotische Wirkung. Das Gremium bemängelte unter anderem, dass die eingereichten Studien mit ganz unterschiedlichen Propolis-Zubereitungen arbeiteten und nicht klar war, auf welche Zubereitung sich eine Aussage beziehen sollte.

Die Verbraucherzentrale fasst das Ergebnis zusammen: Die EFSA sah bei keiner Aussage einen ursächlichen Zusammenhang. Es gibt also keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Propolis. Steht auf einem Propolis-Präparat „trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei“, bezieht sich das in aller Regel auf zugesetztes Vitamin C oder Zink. Ein Blick in die Zutatenliste lohnt sich.

Krankheitsbezug ist verboten

Für Lebensmittel sind Aussagen über das Vorbeugen, Behandeln oder Heilen von Krankheiten nach Art. 7 Abs. 3 der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) grundsätzlich verboten. Wie ernst das genommen wird, zeigt ein aktueller Fall: Der Verbraucherzentrale Bundesverband mahnte einen Anbieter von Propolis-Kapseln ab, der seine Produkte als „antibakteriell“, „antiseptisch“ und „antiviral“ bewarb. Laut Lebensmittelklarheit (Stand November 2025) gab die Firma eine Unterlassungserklärung ab, beschränkt auf ihre als Lebensmittel verkauften Produkte. Für Kosmetika gilt ebenfalls, dass Werbeaussagen nicht irreführen dürfen. Sobald Werbung sich auf das Lindern oder Heilen von Krankheiten bezieht, greift zudem das Heilmittelwerbegesetz.

Für Käufer heißt das: Heilversprechen auf einer Propolis-Packung sind ein Warnsignal, kein Qualitätsmerkmal.

Arzneimittel, Nahrungsergänzung oder Kosmetik: wie Propolis in Deutschland eingestuft ist

Die Aufmachung entscheidet

Propolis selbst hat keinen festen rechtlichen Status. Entscheidend ist, wie ein Produkt zusammengesetzt, dosiert und aufgemacht ist. Nach § 2 Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist ein Arzneimittel, was als Mittel zur Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten bestimmt ist (Präsentationsarzneimittel) oder die Körperfunktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung beeinflusst (Funktionsarzneimittel). Fällt ein Erzeugnis zugleich unter eine andere Definition, etwa Lebensmittel, geht nach § 2 Abs. 3a AMG das Arzneimittelrecht vor.

Die Einstufung im Einzelfall treffen die Überwachungsbehörden der Länder. Das BfR betont in seiner Stellungnahme, dass dies Aufgabe der amtlichen Überwachung in den Bundesländern ist. Bei Streit kann die Landesbehörde nach § 21 Abs. 4 AMG das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über die Zulassungspflicht entscheiden lassen.

Was die Merkblätter der Behörden sagen

Zwei behördliche Merkblätter, das undatierte der LWG Veitshöchheim in Bayern, das sich auf Urteile von 1988 und 1992 stützt, und das der Lebensmittelüberwachung JenaSaaleHolzland in Thüringen (Stand 5. September 2024), kommen zu einer nahezu gleichen Übersicht:

Produkt Einstufung laut Merkblatt Was der Imker darf
Rohpropolis keine Beschränkung, sofern nicht als Heilmittel aufgemacht verkaufen
Propolis-Tinktur Fertigarzneimittel nur für den Eigenbedarf herstellen; zum Verkauf nur von Apothekern (LWG: als Einzelrezeptur) oder vergleichbar Ausgebildeten
Propolis-Creme Kosmetikum, wenn Herstellung und Kennzeichnung der Kosmetikverordnung entsprechen als Kosmetik verkaufen
Kapseln, Lutschtabletten freiverkäufliche Arzneimittel nur mit „Drogistenschein“, also Sachkenntnis nach § 50 AMG
Lösung als Möbelpolitur oder zur Gerätedesinfektion weder Arzneimittel noch Kosmetik herstellen und verkaufen

Die LWG verweist auf Gerichtsurteile, die Propolis-Zubereitungen als zulassungspflichtige Fertigarzneimittel eingestuft haben, und rät, vor jeder Vermarktung beim zuständigen Landesamt nachzufragen, weil sich die Rechtsauslegung ändern kann. Das Institut für Bienenkunde Celle formuliert noch knapper: Der Imker darf nur Rohpropolis anbieten.

Die Zeile zu Kapseln und Lutschtabletten ist eine Vereinfachung. Außerhalb der Apotheke frei verkäuflich sind Arzneimittel nach § 44 Abs. 1 AMG nur, wenn sie nicht zur Beseitigung oder Linderung von Krankheiten bestimmt sind. In den Listen der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel, die bestimmte Stoffe auch für Krankheitsanwendungen freigeben, kommt Propolis nicht vor (Stand der letzten Änderung: Oktober 2020). Wer freiverkäufliche Arzneimittel im Einzelhandel anbietet, braucht nach § 50 AMG die erforderliche Sachkenntnis, umgangssprachlich noch Drogistenschein genannt.

Und im Handel?

Im Laden sieht es anders aus, als die Tabelle vermuten lässt. Die meisten Propolis-Produkte werden heute als Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetika verkauft. Zugelassene Arzneimittel sind Propolis-Produkte in Deutschland laut Apotheken Umschau (Stand November 2025) nicht, und auch die LWG hält fest, dass Propolis keine amtliche Zulassung als Arzneimittel hat. Nahrungsergänzungsmittel mit Propolis müssen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angezeigt werden und als „Nahrungsergänzungsmittel“ gekennzeichnet sein, erläutert die Verbraucherzentrale. Eine Anzeige ist keine Zulassung: Niemand prüft vorab Wirkung oder Sicherheit. Die Verbraucherzentrale betont zudem, dass das Pulver in Nahrungsergänzungsmitteln nicht mit standardisierten Extrakten in Arzneimitteln vergleichbar ist.

Für Imker, die über Rohpropolis hinausgehen wollen, gilt: Wer eine Creme verkaufen will, muss die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 einhalten, mit Sicherheitsbewertung, verantwortlicher Person und Meldung im EU-Notifizierungsportal für Kosmetik. Das ist für die meisten Hobbyimker ein großer Aufwand.

Propolis-Tinktur selbst herstellen: so beschreibt es die LWG

Für den Eigenbedarf ist die Tinktur aus eigener Propolis erlaubt und unter Imkern verbreitet. Die LWG Veitshöchheim beschreibt den Weg so:

  1. Reinigen: Grobe Verunreinigungen auslesen, Wachs so weit wie möglich abtrennen.
  2. Zerkleinern: Die Propolis kalt zerkleinern, etwa in einer alten Kaffeemühle oder einem Mörser. Gefroren bricht sie am besten.
  3. Ansetzen: Mit medizinischem Alkohol aus der Apotheke zu einer 10- bis 30-prozentigen Lösung ansetzen.
  4. Ausziehen: Das Gefäß zwei Tage lang mehrmals täglich schütteln.
  5. Filtrieren: Unlösliche Bestandteile abfiltrieren, die Tinktur in dunkle Flaschen füllen und beschriften.

Einige Hinweise aus der Praxis: Brennspiritus ist vergällt und nicht zum Verzehr geeignet, die LWG nennt Spiritus nur als Lösungsmittel für Holzanstriche. Propolis färbt Zähne, Hände und Textilien. Gehalt und Zusammensetzung einer selbst angesetzten Tinktur sind unbekannt, eine Dosierung lässt sich daraus nicht ableiten. Und wer die Tinktur an Freunde verkauft oder im Verein anbietet, bewegt sich nach den Merkblättern aus dem Eigenbedarf heraus und im Arzneimittelrecht.

Propolis-Allergie: das wichtigste Risiko

Kontaktekzem an Lippen, Gesicht und Händen

Propolis hat nach den Worten der Verbraucherzentrale ein hohes allergisches Potenzial. Der Steckbrief des Instituts für Bienenkunde Celle und die Verbraucherzentrale nennen eine Allergiehäufigkeit von 4,2 Prozent der Bevölkerung. Celle beruft sich dabei auf einen Beitrag im Bundesgesundheitsblatt von 1991, wie der Wert erhoben wurde, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Belastbarer sind Daten aus Hautkliniken: In der europäischen Standardreihe für den Epikutantest, in die Propolis 2019 neu aufgenommen wurde, reagierten 2019/20 rund 3,5 Prozent der getesteten Ekzempatienten positiv, häufiger in Mittel- und Osteuropa als im Südwesten. Für Deutschland verweisen die Autoren auf einen Anstieg positiver Tests parallel zum wachsenden Propolisverbrauch.

Das BfR führt als Allergene Kaffeesäureester wie den Kaffeesäurephenylethylester sowie Benzylcinnamat und Benzylsalicylat auf und berichtet von Kontaktallergien nach äußerlicher Anwendung in Arzneimitteln und Kosmetik sowie von vereinzelten Verdachtsfällen nach Einnahme von Tabletten, Tropfen und Lutschtabletten.

Eine multizentrische Studie aus Dänemark, Spanien und Litauen, 2021 in Acta Dermato-Venereologica veröffentlicht, testete 1.470 Patientinnen und Patienten mit Hautekzemen. Je nach Land reagierten 1,3 bis 5,8 Prozent auf mindestens eine Propolis.

Typische Anzeichen sind ein juckendes, gerötetes Ekzem an der Stelle, wo Salbe, Lippenpflege oder Tinktur aufgetragen wurde, manchmal mit Bläschen. Nach Einnahme können Lippen und Mundschleimhaut anschwellen. In Einzelfällen wurden laut Verbraucherzentrale auch erhöhte Leberwerte, Nierenversagen, lichtempfindliche Hautreaktionen und Dermatitis berichtet.

Kreuzreaktionen: Perubalsam, Kolophonium, Duftstoffe

Wer auf Propolis reagiert, reagiert oft auch auf andere Harze und Duftstoffe. In der Studie von 2021 hatten von den propolispositiven Patienten je nach Land 12,5 bis 43,8 Prozent auch eine Reaktion auf Perubalsam, 16,7 bis 34,4 Prozent auf Kolophonium, das Harz aus Pflastern, Klebern und Geigenbogenharz, und 15,6 bis 50 Prozent auf den Duftstoff-Mix I. Umgekehrt gilt: Wer eine dieser Allergien bereits kennt, sollte Propolis meiden.

Der Epikutantest und seine Grenze

Den Verdacht klärt die Hautärztin mit einem Epikutantest. Die Studie zeigte allerdings, dass ein einzelnes handelsübliches Propolis-Testpräparat nur etwa die Hälfte der Allergiker erkennt, weil sich Propolis je nach Herkunft so stark unterscheidet. Die Autorinnen raten deshalb, die eigenen Produkte des Patienten mitzutesten. Imker bringen am besten etwas von ihrer eigenen Propolis mit.

In Kosmetik steht Propolis auf der Zutatenliste meist als „Propolis Extract“. Lippenpflege, Zahncremes, Mundsprays und Salben sind die häufigsten Quellen. Vor der ersten Anwendung auf größeren Hautflächen hilft ein vorsichtiger Probelauf an einer kleinen Stelle, einen Allergietest ersetzt er nicht.

Wer sollte auf Propolis verzichten?

Situation Empfehlung Quelle
Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche Propolis ganz meiden Apotheken Umschau, Verbraucherzentrale
Bekannte Allergie auf Bienenprodukte, Perubalsam, Kolophonium, Duftstoffe meiden, Kreuzreaktion wahrscheinlich Nyman u. a. 2021
Pollenallergie, Asthma nur nach ärztlichem Rat allgemeine Vorsicht, Produkte enthalten oft Pollen
Schwangerschaft, Stillzeit verzichten, Sicherheit nicht belegt Verbraucherzentrale
Einnahme von Blutgerinnungshemmern vorher Arzt oder Apotheke fragen Verbraucherzentrale, Apotheken Umschau
Kinder, Menschen mit Alkoholproblem oder Lebererkrankung keine alkoholischen Tinkturen allgemeine Vorsicht

Die Apotheken Umschau warnt Bienen- und Wespengiftallergiker besonders deutlich. Viele Propolisprodukte enthalten außerdem Pollen, Gelée royale oder Pflanzenextrakte wie Echinacea, die eigene Allergien auslösen können. Was es mit dem Futtersaft der Königin auf sich hat, erklären wir im Beitrag über Gelée royale.

Qualität und Schadstoffe: worauf es ankommt

Rückstände aus der Imkerei

Weil Propolis fettlöslich ist und viel Wachs enthält, nimmt sie fettlösliche Stoffe auf. Die LWG nennt ausdrücklich Varroabehandlungsmittel und Pestizide, die Verbraucherzentrale ergänzt Blei, Cadmium und Tierarzneimittelrückstände. Wie stark das ins Gewicht fallen kann, zeigte das Schweizer Zentrum für Bienenforschung in den 1990er-Jahren: In Propolis von 27 Imkern fand sich in 26 Proben das Varroamittel Fluvalinat, im Mittel knapp 10 Milligramm je Kilogramm und damit mehr als im Wachs. Die Daten stammen aus einer Zeit, in der synthetische Varroazide verbreitet waren, zeigen aber, dass fettlösliche Wirkstoffe in Propolis landen. Für den Imker heißt das:

  • keine Gitter während einer Varroabehandlung und erst wieder auflegen, wenn die Behandlung abgeschlossen ist;
  • nicht von gestrichenen, imprägnierten oder lasierten Holzteilen kratzen;
  • Standorte mit wenig Verkehr und ohne intensive Spritzmittelanwendung bevorzugen;
  • Gitter nach der Ernte reinigen und mottensicher lagern.

Importware und Pyrrolizidinalkaloide

Ein großer Teil der Propolis im Handel stammt nicht aus Deutschland. Die Verbraucherzentrale berichtet, dass Propolispulver aus China häufiger im EU-Schnellwarnsystem auftauchte, unter anderem wegen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) und des Antibiotikums Chloramphenicol, das in der EU bei Tieren, die Lebensmittel liefern, verboten ist.

Auch Pyrrolizidinalkaloide, Pflanzengifte etwa aus Jakobskreuzkraut, können in Bienenprodukten vorkommen. Für Pollen, Pollenprodukte und Nahrungsergänzungsmittel auf Pollenbasis gilt seit dem 1. Juli 2022 ein EU-Höchstgehalt von 500 Mikrogramm je Kilogramm. Für Propolis selbst gibt es keinen eigenen Wert. Nach der Verbraucherzentrale ist das Risiko bei Produkten aus bestimmten Regionen höher. Welche Pflanzen am Bienenstand für unbedenkliche Tracht sorgen, zeigt unser Beitrag über bienenfreundliche Pflanzen.

Propolis kaufen: Formen, Etikett und Preise

Die gängigen Formen

Form Typische Verwendung Worauf achten
Rohpropolis vom Imker Eigenherstellung von Tinktur oder Salbe Herkunft, Sauberkeit, gefroren gelagert
Tropfen, Tinktur in Wasser oder auf Zucker Alkoholgehalt, Status (Arzneimittel oder NEM)
Alkoholfreie Tropfen wässriger oder Glycerin-Auszug Propolisgehalt oft gering oder nicht angegeben
Kapseln, Lutschtabletten Nahrungsergänzung zugesetzte Vitamine tragen die Werbeaussage
Mund- und Rachenspray Mund, Rachen oft mit Honig, ätherischen Ölen, Salbei
Salbe, Lippenpflege, Zahncreme Haut, Lippen, Mund Kontaktallergie

Was ein gutes Etikett verrät

  1. Herkunft der Propolis: Pappelpropolis aus Europa und grüne Propolis aus Brasilien sind chemisch verschiedene Produkte.
  2. Propolismenge pro Tagesdosis und, wenn möglich, den Gehalt an Gesamtpolyphenolen oder Flavonoiden.
  3. Die vollständige Zutatenliste, um Alkohol, Zucker, Pollen und Zusätze zu erkennen.
  4. Einen Allergiehinweis. Ein solcher Warnhinweis sollte nach der Verbraucherzentrale auf jeden Fall vorhanden sein, fehlt er, spricht das gegen den Anbieter.
  5. Hersteller, Losnummer und Mindesthaltbarkeitsdatum.

Seien Sie skeptisch bei Heilversprechen, bei „stärkt das Immunsystem“ ohne erkennbaren Vitaminzusatz und bei Angeboten ohne greifbaren Hersteller. Die gleichen Grundsätze helfen auch beim Honigkauf, wie unser Ratgeber guten Honig erkennen zeigt.

Was Propolis kostet (Stand Oktober 2026)

Propolis ist ein kleines Fläschchen mit großem Literpreis. Bei einer Stichprobe im Oktober 2026 kosteten 20 Milliliter Propolistropfen im Onlinehandel meist zwischen 8 und 15 Euro, mit Zusätzen wie Olivenöl oder Kamille bis etwa 20 Euro. 50 Milliliter kosteten etwa 17 bis 27 Euro. Eine Versandapotheke verlangte für 20 Milliliter Bio-Tropfen mit 20 Prozent Propolis, als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, 11,89 Euro, umgerechnet knapp 600 Euro je Liter. Alkoholfreie Varianten kosten ähnlich viel. Rohpropolis vom Imker ist deutlich günstiger, aber selten zu bekommen, weil die Mengen klein sind.

Produkt (Stichprobe Oktober 2026) Menge Preis
Propolistropfen, verschiedene Anbieter 20 ml etwa 8 bis 15 €
Propolistropfen mit Zusätzen 20 ml bis etwa 20 €
Bio-Propolistropfen 20 %, Versandapotheke 20 ml 11,89 €
Propolistropfen, größere Flasche 50 ml etwa 17 bis 27 €

Ein höherer Preis sagt nichts über die Wirkung. Vergleichen Sie den angegebenen Propolisgehalt je Tagesdosis, nicht das Fläschchen.

Eine verbindliche Tagesdosis hat keine Behörde festgelegt. Halten Sie sich an die Angaben auf der Packung, nehmen Sie Propolis nicht dauerhaft über das ganze Jahr ein und brechen Sie bei Hautausschlag, Schwellungen oder Magenbeschwerden sofort ab. Mehr zu den gut belegten und den überschätzten Wirkungen von Bienenprodukten lesen Sie in unserem Faktencheck Ist Honig gesund?.

Häufige Fragen

Hilft Propolis gegen Halsschmerzen und Erkältung?

Belegt ist das nicht. Die EFSA hat 2010 alle eingereichten Gesundheitsaussagen zu Propolis geprüft, auch zu Atemwegen und Immunabwehr, und keine anerkannt. Laborwirkungen gegen Keime lassen sich nicht einfach auf den Menschen übertragen. Ein Spray lindert vielleicht das Kratzen im Hals, eine Erkältung heilt es nicht. Bei hohem Fieber oder Atemnot gehören Sie zum Arzt.

Wer sollte auf Propolis verzichten?

Wer auf Bienen- oder Wespenstiche, Bienenprodukte, Perubalsam, Kolophonium oder Duftstoffe allergisch reagiert, sollte Propolis meiden. Schwangeren und Stillenden rät die Verbraucherzentrale ab, weil Daten zur Sicherheit fehlen. Wer Blutgerinnungshemmer nimmt, spricht vorher mit Arzt oder Apotheke. Alkoholische Tinkturen sind für Kinder und für Menschen, die Alkohol meiden müssen, grundsätzlich ungeeignet.

Darf ich Propolis-Tinktur selbst herstellen?

Für den eigenen Gebrauch ja. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beschreibt das Verfahren: gekühlte, zerkleinerte Propolis in Alkohol aus der Apotheke ansetzen, zwei Tage lang mehrmals täglich schütteln und dann filtrieren. Abgeben oder verkaufen dürfen Imker eine solche selbst angesetzte Tinktur aber nicht, denn zum Verkauf gilt sie als Fertigarzneimittel.

Darf ein Imker Propolis verkaufen?

Rohpropolis ja, solange sie nicht als Heilmittel aufgemacht wird. Das bestätigen das Institut für Bienenkunde Celle und die Lebensmittelüberwachung Jena. Tinkturen gelten als Fertigarzneimittel, Cremes nur bei Einhaltung der Kosmetikverordnung als Kosmetik, Für Kapseln und Lutschtabletten nennen die Merkblätter einen Drogistenschein, heute die Sachkenntnis nach § 50 AMG. Klären Sie Ihr Vorhaben vorab mit der Lebensmittelüberwachung Ihres Kreises.

Wie viel Propolis bringt ein Bienenvolk?

Das Institut für Bienenkunde Celle nennt als Richtwert rund 100 Gramm pro Volk und Jahr, bei etwa 10 Milligramm je Sammelflug. Die Menge schwankt stark mit Bienenherkunft, Standort und Methode. Mit einem Propolisgitter auf dem Rähmchenrost erntet man sauberer als durch Abkratzen. Die Zucht hat die Kittfreude wohl verringert, weil Imker leicht zu öffnende Völker bevorzugten.

Wie erkenne ich eine Propolis-Allergie?

Typisch ist ein juckendes, gerötetes Ekzem dort, wo Propolis aufgetragen wurde, oft an Lippen, Mund oder Gesicht, manchmal mit Bläschen. Nach Einnahme können Lippen und Mundschleimhaut anschwellen. Eine Hautärztin klärt den Verdacht mit einem Epikutantest. Weil ein einzelnes Testpräparat nur etwa die Hälfte der Betroffenen erkennt, sollte das eigene Produkt mitgetestet werden.

Ist Propolis ein natürliches Antibiotikum?

Nein. Propolis-Extrakte hemmen Bakterien und Pilze im Labor, doch dafür braucht es nach dem Heidelberger Pharmazeuten Michael Wink etwa tausendfach höhere Konzentrationen als bei Antibiotika. Eine Wirkung im ganzen Körper ist kaum zu erwarten. Werbeaussagen wie antibakteriell oder antiviral sind für Lebensmittel unzulässig. Eine bakterielle Infektion gehört deshalb immer in ärztliche Behandlung.

Wie lange ist Propolis haltbar und wie lagert man sie?

Rohpropolis lagert man nach Empfehlung des Instituts für Bienenkunde Celle am besten tiefgefroren, gut verschlossen und lichtgeschützt. Warm und frisch ist Propolis glatt und glänzend, kalt und alt trocken und bröselig, beschreibt die LWG Veitshöchheim. Tinkturen und gekaufte Produkte bewahren Sie nach den Angaben auf der Packung auf und beachten das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Quellen

  1. Propolis für ein stärkeres Immunsystem? (Stand 4. März 2026), Verbraucherzentrale Bundesverband
  2. Steckbrief Propolis (W. von der Ohe, 2006), LAVES Institut für Bienenkunde Celle
  3. Propolis (Merkblatt Fachzentrum Bienen), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde und Imkerei Veitshöchheim
  4. Imkereiprodukte außer Honig (Merkblatt, Stand 5. September 2024), Zweckverband Veterinär- und Lebensmittelüberwachung JenaSaaleHolzland
  5. Einschätzung von Propolis und Gelée royale (Aktualisierte Stellungnahme Nr. 002/2009 vom 20. November 2008), Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
  6. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to propolis (ID 1242, 1245, 1246, 1247, 1248, 3184) and flavonoids in propolis (ID 1244, 1644, 1645, 3526, 3527, 3798, 3799) (EFSA Journal 2010;8(10):1810), EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies, Repositorium Università degli Studi di Milano
  7. Nach Abmahnung: Propolis-Anbieter entfernt Hinweise „antiviral“ und „antiseptisch“ (Stand 12. November 2025), Lebensmittelklarheit, Verbraucherzentrale Bundesverband
  8. Arzneimittelgesetz (AMG), § 2 Arzneimittelbegriff, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
  9. Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel (AMVerkRV), zuletzt geändert am 21. Oktober 2020, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
  10. Arzneimittelgesetz (AMG), § 21 Zulassungspflicht, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
  11. Propolis: Vorteile, Risiken und wissenschaftliche Erkenntnisse (C. Heinrich, aktualisiert 6. November 2025), Apotheken Umschau
  12. Lip creams with propolis special extract GH 2002 0.5% versus aciclovir 5.0% for herpes labialis (vesicular stage) (Jautová u. a., Wiener Medizinische Wochenschrift 2019;169:193-201), Springer
  13. Nursing Procedures for the Prevention and Treatment of Mucositis Induced by Cancer Therapies: Clinical Practice Guideline (Steinmann u. a., Integrative Cancer Therapies 2021), DOAJ
  14. Efficacy of Brazilian green propolis (EPP-AF) as an adjunct treatment for hospitalized COVID-19 patients (BeeCovid, Biomedicine & Pharmacotherapy 2021;138:111526), Elsevier, EM-Consulte
  15. Patch Testing with Propolis of Different Geographical Origins in a Baseline Series (Nyman u. a., Acta Dermato-Venereologica 2021), Acta Dermato-Venereologica, Medical Journals Sweden
  16. Patch test results with the European baseline series, 2019/20 (Uter u. a., Contact Dermatitis 2022;87:343-355), Contact Dermatitis, Repositorium Università di Trieste
  17. Acaricide residues in honey, beeswax and propolis (Bogdanov, Kilchenmann und Imdorf, Journal of Apicultural Research 1998;37:57-67), Agroscope, Zentrum für Bienenforschung Liebefeld
  18. Propolis and bee health: the natural history and significance of resin use by honey bees (Simone-Finstrom und Spivak, Apidologie 2010), Apidologie
  19. allcura Propolis Bio Tropfen, 20 ml (Preisangabe, abgerufen Oktober 2026), Shop Apotheke
  20. Propolis Tropfen: Angebotsübersicht (Preisangaben, abgerufen Oktober 2026), Kaufland Onlinemarktplatz