

Königinnenzucht: Umlarven, Pflegevolk, Zuchtkalender, Begattungseinheiten und Belegstelle
Königinnenzucht Schritt für Schritt: Umlarven, Pflegevolk und Anbrüter, Zuchtkalender Tag für Tag, EWK und Mini-Plus, Belegstelle, Preise 2026 und Kurse.
Königinnenzucht heißt, aus den jüngsten Larven eines ausgewählten Volkes gezielt Königinnen aufzuziehen und sie kontrolliert begatten zu lassen. In Deutschland läuft das meist so: Sie larven am Tag 0 ein bis anderthalb Tage alte Larven in Weiselnäpfchen um, lassen sie von einem Anbrüter und einem Pflegevolk pflegen, verteilen die reifen Zellen am zehnten Tag auf Begattungseinheiten und bringen diese auf eine Belegstelle oder lassen sie am eigenen Stand begatten. Drei bis fünf Wochen nach dem Umlarven legt die junge Königin, gezeichnet wird sie 2026 weiß.
Dieser Beitrag beschreibt das Handwerk: Werkzeug, Larvenalter, Pflegevolk, den Zuchtkalender Tag für Tag, Einwabenkasten und Mini-Plus, die Regeln für das Anliefern auf der Belegstelle, Preise 2026 und Kurse. Biologie, Begattungsflug und Zeichenfarben stehen ausführlich im Beitrag zur Bienenkönigin, Zuchtwerte und Rassen unter Bienenrassen.
Warum selbst Königinnen ziehen?
Junge Königinnen sind der einfachste Hebel für vitale Völker. Wer jedes Jahr ein Drittel bis die Hälfte seiner Völker umweiselt, braucht bei zehn Völkern schon vier bis fünf Königinnen, dazu Reserven für Ableger und Notfälle. Eigene Aufzucht hat drei Vorteile:
- Auswahl: Sie vermehren gezielt Ihr sanftestes, schwarmträgstes und gesündestes Volk statt der Nachschaffungszelle, die das Volk zufällig gewählt hat.
- Zeit: Mit einer Serie im Mai oder Juni stehen begattete Königinnen bereit, wenn Sie nach der Ernte Jungvölker bilden.
- Kosten: Die LWG Veitshöchheim hat für eine Serie von 30 Zellen Sachkosten von rund 5 Euro je unbegatteter Königin errechnet. Je belegstellenbegatteter Königin sind es gut 20 bis 25 Euro, weil bei 80 % Begattungserfolg nur 23 Königinnen übrig bleiben. Die Arbeitszeit ist darin nicht bezahlt.
Grenzen hat das Ganze auch. Ohne Belegstelle oder Besamung paart sich die Königin mit den Drohnen der Umgebung, die Väter bleiben unbekannt. Für Wirtschaftsvölker reicht das oft, als Zuchtmaterial taugen solche Königinnen nur eingeschränkt. Wer kein eigenes gutes Volk hat, holt sich Zuchtstoff: Viele Bieneninstitute und Züchterringe bieten Umlarvaktionen an. Die Bieneninstitute verlangen dabei ausdrücklich eine transparente Prüfung und nachvollziehbare Abstammung des Materials.
Welches Werkzeug braucht man zum Umlarven?
Die Grundausstattung ist überschaubar und passt in einen Schuhkarton:
| Gerät | Zweck |
|---|---|
| Zuchtrahmen mit zwei oder drei Zuchtlatten | trägt die Näpfchen im Pflegevolk, je Rahmen 20 bis 30 Zellen |
| Weiselnäpfchen aus Kunststoff oder Wachs, mit Zellstopfen oder Sockel | künstliche Weiselzellen |
| Umlarvlöffel, chinesisches Umlarvwerkzeug oder feiner Pinsel | hebt die Larve samt Futtersaft |
| Lupe oder Kopflupe, gute Lampe | Larven unter einem Tag sind kaum 1,5 mm lang |
| feuchtes Tuch | hält Wabe und Larven feucht |
| Schlupfkäfige (Lockenwicklerkäfige) | schützen reife Zellen vor dem Abstechen |
| Zeichenröhrchen, Opalithplättchen oder Zeichenstift | Kennzeichnung mit der Jahresfarbe |
| Begattungseinheiten | Einwabenkasten, Mini-Plus, Apidea oder Kieler Begattungskästchen |
Die LWG nennt Umlarvlöffel und Marderhaarpinsel als Werkzeuge. Wichtig ist, die Larve von der gewölbten Rückenseite her zu unterfahren und sie in derselben Lage in das Näpfchen abzulegen. Wenden Sie sie, erstickt sie im Futtersaft.
Für den Zuchtrahmen eignet sich jedes Rähmchenmaß Ihrer Beute. Wer Zander imkert, nimmt einen Zander-Zuchtrahmen, Deutsch-Normalmaß-Imker einen in DNM. Die Näpfchen sollten vor dem Einsatz einige Stunden im Pflegevolk „angeputzt“ werden, damit sie nach Stock riechen.
Wie alt muss die Larve beim Umlarven sein?
Je jünger, desto besser. Die Angaben der deutschen Institute liegen eng beieinander:
- Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf: „wenige Stunden bis zu einem Tag“.
- LWG Veitshöchheim und LAVES Celle: höchstens anderthalb Tage.
- COLOSS BEEBOOK (Büchler u. a. 2013): etwa 12 bis 24 Stunden.
Hintergrund ist die Ernährung. Nach Peter Rosenkranz (Hohenheim) entscheidet die Fütterung ab dem zweiten bis dritten Larventag über die Kaste. Eine ältere Larve hat schon Arbeiterinnenfutter bekommen und wird zu einer Königin mit weniger Eierstockschläuchen und kleinerer Samenblase. Die Entwicklungsdauer erklärt unser Beitrag zur Entwicklung der Biene: Die Königin schlüpft am 16. Tag nach der Eiablage, nach drei Tagen Ei, fünf Tagen offener Larve und acht Tagen Verdeckelung.
Das Alter sicher kennen
Larven unter einem Tag erkennen Sie an der Größe: Sie liegen als winziges, glasiges Häkchen in einem See aus Futtersaft. Sicherer ist es, die Zuchtmutter gezielt legen zu lassen. Das LAVES sperrt sie für seine Umlarvtage 24 Stunden auf einer leeren, schon bebrüteten Wabe ein. Das BEEBOOK empfiehlt, sie vier Tage vor dem Umlarven für 12 bis 24 Stunden auf einzelne Waben zu beschränken. Am vierten Tag nach dem Einsperren sind die Larven dann höchstens einen Tag alt.
Larven überstehen den Weg ohne Ammenbienen nicht lange. Nach dem LAVES halten sie unter guten Bedingungen bis zu sechs Stunden, wenn der Block leicht angefeuchtet und vor Sonne geschützt ist. Bei Sonne, Wind und trockener Luft sind es Minuten.
Pflegevolk, Anbrüter und Starter vorbereiten
Ob eine Larve zur Königin wird, entscheidet das Volk, das sie pflegt. Es braucht drei Dinge: einen starken Weiseltrieb, sehr viele junge Ammenbienen und reichlich Futter. Die LWG nennt ein gesundes, starkes Volk mit acht Brutwaben pro Zarge, zwei Honig- oder Futterwaben, Wasser und Pollen.
Weiselloses Pflegevolk
Das klassische Verfahren: Sie entweiseln ein starkes Volk neun Tage vor dem Umlarven. Bis dahin ist keine offene Brut mehr jung genug für Nachschaffungszellen. Am Tag des Umlarvens brechen Sie alle Nachschaffungszellen aus, ohne eine zu übersehen, und hängen den Zuchtrahmen zwischen zwei Waben mit offener Brut. Das LAVES verlangt ein „hoffnungslos weiselloses“ Volk ohne Brut, die jünger als sechs Tage ist.
Für seine Umlarvtage beschreibt das LAVES zwei Wege:
- Sammelbrutableger: Ein einzargiges Volk, etwa in der Segeberger Beute, aus zehn verdeckelten Brutwaben mit ansitzenden Bienen und einer Futterwabe. Nach neun Tagen Nachschaffungszellen ausbrechen, dann die Larven zuhängen.
- Weisellos gemachtes Wirtschaftsvolk: Ein Volk mit mindestens drei Zargen wird entweiselt, die Königin kommt mit einer Wabe schlüpfender Brut und einer Futterwabe auf einen anderen Stand. Nach neun Tagen Zellen ausbrechen und das Volk auf eine Zarge mit Brut- und Futterwaben einengen.
Nach der LWG pflegt ein hoffnungslos weiselloses Volk bis zu 25 Zellen, ein weiselrichtiges Volk mit totaler Abtrennung der Königin bis zu 15, mit nur beschränkter Abtrennung bis zu 4.
Anbrüter und weiselrichtiges Pflegevolk
Beim Anbrüter-Verfahren pflegt ein kleiner Kasten mit weisellosen Jungbienen die Zellen an, danach übernimmt ein weiselrichtiges Volk. Rosenkranz nennt als Vorteil, dass weniger Bienenmasse gebraucht wird. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf lässt die Zellen 24 Stunden im Anbrüter, das LAVES empfiehlt nach langer Anreise einen Vorbrüter: eine Stunde im Schatten, dann 24 Stunden im Keller, erst danach ins Pflegevolk.
Das BEEBOOK unterscheidet ähnlich: Starter mit vielen Jungbienen, nach etwa zwei Tagen Umzug in ein weiselrichtiges Finisher-Volk. Für Starter-Finisher-Systeme, die fortlaufend Serien pflegen, werden vor jeder neuen Serie am Vorabend etwa 300 bis 400 Gramm Bienen zugegeben.
Honigraummethode für wenige Königinnen
Wer nur bis zu zehn Königinnen braucht, kommt mit einem einzigen starken Volk aus. Das Fachzentrum Mayen beschreibt die Honigraummethode: Die Königin bleibt hinter dem Absperrgitter im unteren Brutraum. In die Mitte des Honigraums kommen verdeckelte Brut, offene Brut mit jungen Larven, eine Lücke für die Zuchtlatte, wieder offene Brut und verdeckelte Brut. Die offene Brut lockt Ammenbienen nach oben, die Entfernung zur Königin schwächt deren Pheromon. Umgelarvt werden ein bis anderthalb Tage alte Larven.
Füttern nicht vergessen
Ohne Tracht ist das Pflegevolk der Engpass. Das LAVES empfiehlt bei Trachtlücken etwa ein Kilogramm Futter alle drei bis vier Tage. Futtersaftdrüsen arbeiten nur, wenn Pollen und Nektar oder Zuckerwasser hereinkommen. Mehr zu Futtermitteln steht unter Bienen füttern.
Jenter, Nicot und Bogenschnitt: Zucht ohne Umlarven
Nicht jeder hat die ruhige Hand und die Augen für Larven unter einem Tag. Es gibt Alternativen:
- Jenter-Verfahren: Ein Kunststoffkasten mit künstlichen Zellen, deren Böden abnehmbar sind. Die Zuchtmutter wird darin eingesperrt und legt in die Zellen. Nach dem Schlupf der Larven ziehen Sie die Zellböden von hinten mitsamt Larve heraus und setzen sie mit Zellhaltern auf die Zuchtlatte, ohne die Larve zu berühren. Die LWG beschreibt das Verfahren in ihrer Anleitung zur Königinnennachzucht. Vorteil: Das Alter ist auf den Tag genau bekannt. Nachteil: Manche Königinnen nehmen den Kasten nur zögerlich an.
- Nicot-System (Cupularve): Funktioniert nach demselben Prinzip mit einem Wabenstück aus Kunststoff und einsteckbaren Näpfchen. Das System kommt aus Frankreich und ist im deutschen Fachhandel verbreitet.
- Bogenschnitt: In eine erst einmal bebrütete Wabe mit Eiern und jüngsten Larven schneiden Sie unten einen Bogen. Die Bienen ziehen am Schnittrand Weiselzellen. Das braucht kein Spezialwerkzeug, liefert aber weniger und ungleich alte Zellen.
Ein Ableger aus dem besten Volk, der seine Königin selbst nachzieht, ist die einfachste Form. Er liefert aber Nachschaffungszellen, deren Larven die Bienen selbst und manchmal zu alt gewählt haben.
Zuchtkalender Tag für Tag
Der Zuchtkalender zählt ab dem Umlarven, Tag 0. Die Angaben stammen aus den Anleitungen von Hohen Neuendorf, LWG, LAVES und dem BEEBOOK.
| Tag | Arbeitsschritt |
|---|---|
| −40 | Drohnenwaben in die Drohnenvölker hängen: 24 Tage Entwicklung plus rund 16 Tage Reifung (LWG) |
| −9 | Pflegevolk entweiseln (bei weisellosem Verfahren) |
| −4 | Zuchtmutter für 12 bis 24 Stunden auf eine leere Wabe oder ins Jenter-Gerät sperren |
| 0 | Nachschaffungszellen im Pflegevolk ausbrechen, Larven umlarven, Zuchtrahmen zuhängen |
| 1 | Annahme prüfen, Zellen aus dem Anbrüter ins Pflegevolk umsetzen |
| 5 | Zellen verdeckelt; Begattungseinheiten und Bienen dafür einplanen |
| 6 bis 9 | Zellen nicht bewegen: Puppenruhe, die Königin ist empfindlich |
| 10 | Reife Zellen auf Begattungseinheiten verteilen oder in Schlupfkäfige verschulen |
| 11 | spätester Termin zum Verschulen (Hohen Neuendorf) |
| 12 | Schlupf der Königinnen |
| 13 bis 15 | Begattungseinheiten mit unbegatteten Königinnen zur Belegstelle bringen, sofern dort zugelassen |
| 17 bis 20 | Geschlechtsreife und erste Begattungsflüge (5 bis 8 Tage nach dem Schlupf) |
| ab 26 | erste Kontrolle auf Eilage, etwa zwei Wochen nach dem Aufstellen (BEEBOOK) |
| 33 bis 40 | Abholung von der Belegstelle nach mindestens drei Wochen (Mayen), Brut prüfen, Königin zeichnen |
Mit unserem Zuchtkalender rechnen Sie diese Termine für Ihr Umlarvdatum aus und übernehmen sie als Datei in Ihren Kalender.
Zwei Hinweise dazu. Erstens die Drohnen: Ein Drohn braucht 24 Tage bis zum Schlupf und nach Rangel und Fisher noch etwa 6 bis 16 Tage bis zur Geschlechtsreife. Die LWG rechnet deshalb mit 40 Tagen Vorlauf, das BEEBOOK rät für Drohnenvölker auf Belegstellen sogar zu zwei Monaten. Zweitens das Wetter: Die Königin sollte innerhalb von drei Wochen nach dem Schlupf begattet sein, spätere Paarungen mindern laut BEEBOOK Legeleistung und Lebensdauer.
Wann im Jahr züchten?
Die LWG nennt Mai bis Juli als Zeitraum für die Königinnenaufzucht, Drohnenbrut gibt es ab Mitte April. In warmen Lagen wie der Oberrheinebene beginnt die Zucht früher als an der Küste oder in den Mittelgebirgen, wo Drohnen und Tracht später kommen. Auf den Inselbelegstellen in Weser-Ems lagen die Anlieferungstermine 2025 zwischen Ende Mai und Anfang August, auf Norderney vom 25. Mai bis 27. Juli. Gute Bedingungen sind eine laufende Tracht oder Fütterung, warmes Flugwetter und Pflegevölker ohne Schwarmstimmung. Die Begattungsflüge finden laut LWG hauptsächlich zwischen 14 und 17 Uhr statt. Passende Monatsaufgaben stehen im Imkerkalender.
Brutschrank, Schlupfkäfig, Verschulen
Am zehnten Tag ist die Zelle zäh und dunkel an der Spitze, die Puppe hat sich ausgefärbt. Jetzt verteilen Sie die Zellen, mit der Spitze nach unten, ohne Stoß und Drehung. Zwei Wege:
- Direkt in die Begattungseinheit: Die Zelle kommt zwischen die Waben oder in einen Zellschutz. Das Volk muss hoffnungslos weisellos sein, sonst wird die Zelle abgerissen.
- Schlupfkäfig im Pflegevolk oder im Brutschrank: Die Königinnen schlüpfen einzeln, Sie setzen sie unbegattet zu. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf nennt für den Brutschrank 35 °C und 50 bis 70 % relative Luftfeuchte. Zum Vergleich: Bienen halten ihr Brutnest nach Kleinhenz und Kollegen bei 33,6 bis 35,1 °C. Die LWG hängt die Zelle am ersten Tag der Verdeckelung mit einigen Begleitbienen und einem Futterröhrchen in einen Käfig und brütet sie bei konstant 35 °C. Nach acht Tagen kommen die geschlüpften Königinnen in die Begattungseinheiten.
Unbegattete Königinnen lassen sich leichter verschicken und zur Belegstelle bringen, werden aber schlechter angenommen als reife Zellen. Viele Freizeitzüchter setzen deshalb die Zelle direkt ein.
Begattungseinheiten: EWK, Mini-Plus, Apidea, Kieler Kästchen
Die Begattungseinheit ist ein Kleinstvolk, in dem die junge Königin schlüpft, ausfliegt und mit dem Legen beginnt. In Deutschland sind vier Typen verbreitet:
| Typ | Aufbau | Besonderheit |
|---|---|---|
| Einwabenkasten (EWK) | eine kleine Wabe, Futterkammer | Standard auf vielen Belegstellen, laut D.I.B. die Regelform |
| Kieler Begattungskästchen | mehrere Kleinwaben, Futterkammer | robust, lange bewährt |
| Apidea | Kunststoff, drei Kleinwaben, Futterkammer | leicht, aus der Schweiz, auch mit Aufsatz |
| Mini-Plus | Styropor-Zarge mit sechs Kleinwaben, mehrzargig erweiterbar | überwinterbar, liefert Ableger |
Füllen aus dem Kunstschwarm
Für Einwabenkästchen und kleine Kästchen schöpfen Sie Jungbienen aus Honigraum oder Brutwaben ab, sieben Drohnen aus und mischen die Bienen als Kunstschwarm. Die LWG nennt etwa einen Viertelliter Bienen je Einwabenkästchen und einen halben bis Dreiviertelliter für eine Begattungseinheit in der Zanderbeute. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf rechnet mit rund 1.000 Bienen, „eine Schöpfkelle voll“. Dazu kommen Futterteig aus Invertzucker und Honig, eine Leiste mit Mittelwandstreifen und eine schlupfreife Zelle oder unbegattete Königin. Viele Züchter stellen die gefüllten Kästchen anschließend in Kellerhaft, also einige Tage kühl und dunkel, damit sich die Bienen um die Königin sammeln, bevor sie fliegen dürfen.
Mini-Plus aus Ablegern
Die LWG beschreibt ein Mini-Plus-System, das das ganze Jahr Königinnen vorhält: Zehn Mini-Plus-Völkchen werden zweizargig überwintert und wachsen bis Mai auf etwa sieben Zargen. Ein solches Volk ergibt rund sechs Ableger mit drei Brutwaben, einer Honigwabe und zwei Mittelwänden. Jeder Ableger bekommt eine schlupfreife Zelle und kommt auf einen mindestens drei Kilometer entfernten Begattungsstand. Zwei bis drei Wochen nach der Begattung ist die Königin einsatzbereit. Auf eine Belegstelle dürfen solche Mehrwabeneinheiten nach den D.I.B.-Richtlinien nur mit Zustimmung des Belegstellenleiters.
Pflege am Stand
Stellen Sie Begattungskästchen nicht in Reih und Glied auf, sondern mit Abstand, wechselnden Fluglochrichtungen und Merkzeichen. Königinnen verfliegen sich sonst bei der Rückkehr. Die Einheiten bleiben nach Mayen mindestens 14 Tage ungestört. Fehlt Tracht, füttern Sie über die Futterkammer nach. Hat eine Königin nach vier Wochen Flugwetter noch nicht gelegt, lösen Sie die Einheit auf und verstärken damit andere.
Auf die Belegstelle: Was beim Anliefern gilt
Die Belegstelle ist der Ort, an dem Ihre Königin sich mit Drohnen bekannter Herkunft paart. Wie Belegstellen geschützt und zugelassen werden, regeln die Länder. Das steht ausführlich im Beitrag zur Bienenkönigin. Für das Anliefern zählen die Belegstellenordnung des Betreibers, die D.I.B.-Zuchtrichtlinien und das Seuchenrecht.
Drohnenfreiheit
Die Zuchtrichtlinien des Deutschen Imkerbundes sehen vor, dass Begattungsvölkchen in Einwabenkästchen angeliefert werden. Mehrwabenkästchen sind nur mit Zustimmung des Belegstellenleiters zulässig und „müssen völlig drohnenfrei sein“. Findet der Leiter Drohnen, kann er die gesamte Sendung zurückweisen. Die LWG nennt als Alternative ein Absperrgitter im Inneren der Einheit. In der Praxis heißt das: Bienen durch ein Absperrgitter sieben, Fluglöcher mit Absperrgitter oder Drohnensperre versehen und vor dem Transport kontrollieren.
Papiere und Kennzeichnung
Die LWG nennt für die Anlieferung:
- Name und Anschrift des Züchters auf jeder Einheit,
- ein Gesundheitszeugnis,
- die Zahl der angelieferten Einheiten, später die Zahl der begatteten Königinnen,
- feste Anlieferungszeiten, die in der Fachpresse oder vom Belegstellenleiter bekannt gegeben werden,
- bei manchen Belegstellen eine Voranmeldung.
Für Reinzuchtköniginnen gehört die Zuchtkarte des D.I.B. dazu, die mit der Königin zur Belegstelle reist. Ihre obere Hälfte ist der Zuchtnachweis, die untere füllt die Belegstelle als Paarungsnachweis aus.
Das Gesundheitszeugnis stützt sich auf § 5 der Bienenseuchen-Verordnung: eine Bescheinigung des Amtstierarztes am Herkunftsort, dass die Bienen frei von Amerikanischer Faulbrut befunden wurden. Sie darf nicht vor dem 1. September des Vorjahres ausgestellt sein. Die D.I.B.-Richtlinien erlauben dem Belegstellenleiter, eine Gesundheitsbescheinigung zu verlangen, und verweisen auf die Verordnung. Welche Bescheinigung im Einzelfall reicht, hängt vom Veterinäramt und vom Land ab. In Rheinland-Pfalz etwa ist nach dem Belegstellengesetz von 2021 auch das Verbringen begatteter Königinnen in einen Schutzbezirk während der Saison genehmigungspflichtig, mit Seuchenfreiheitsbescheinigung. Fragen Sie rechtzeitig Ihr Veterinäramt, Details stehen unter Bienen anmelden.
Drohnenvölker auf der Belegstelle
Der D.I.B. verlangt je 25 gleichzeitig aufgestellte Begattungsvölkchen ein gekörtes Drohnenvolk, insgesamt mindestens acht, besser zehn. Das BEEBOOK nennt dieselbe Faustzahl. Der Belegstellenleiter legt jährlich einen Zuchtbericht mit der Zahl der aufgestellten und begatteten Königinnen vor.
Königinnen paaren sich mit durchschnittlich 13,5 Drohnen, in einer US-Studie mit 80 Königinnen waren es 8 bis 25 (Simone-Finstrom und Tarpy 2018). Darum braucht die Belegstelle viele reife Drohnen. Wer völlig sichere Paarung will, lässt die Königin instrumentell besamen. Das Verfahren erklärt der Beitrag zur instrumentellen Besamung.
Zeichnen, Kontrolle und Einweiseln
Sobald verdeckelte Arbeiterinnenbrut zu sehen ist, war die Begattung erfolgreich. Die D.I.B.-Zuchtrichtlinien verlangen von anerkannten Züchtern und Vermehrungsbetrieben, alle Königinnen mit der Jahresfarbe zu zeichnen: 2026 weiß, 2027 gelb. Die LWG beschreibt zwei Wege: die Königin in der Hand oder im Zeichenröhrchen fixieren und mit Opalithplättchen oder Zeichenstift auf dem Brustabschnitt markieren. Nummerierte Plättchen helfen, wenn Sie mehrere Linien führen. Gegen Schwarmverluste kann ein Flügel um etwa ein Drittel gekürzt werden.
Die Brut prüfen Sie nach dem BEEBOOK zweimal: zuerst etwa zwei Wochen nach dem Aufstellen auf Eilage, zum Abschluss, wenn verdeckelte Brut vorhanden ist. Ein lückiges Brutbild mit Buckelbrut deutet auf eine unbegattete oder schlecht begattete Königin. Solche Königinnen werden nicht verwendet.
Aus dem Begattungskästchen kommt die Königin in einen Ableger oder Kunstschwarm, im Ausgleichskäfig mit Futterteig. Wie das Zusetzen sicher gelingt, beschreibt der Beitrag zur Bienenkönigin.
Was kosten Königinnen, Belegstelle und Kurse 2026?
Für Königinnen gibt es keinen amtlichen Preis. Drei verifizierbare Orientierungspunkte:
Belegstellengebühren. Die Zuchtplanung der Landesverbände Hannoverscher Imker und Weser-Ems (Stand Februar 2025) nennt für die Inselbelegstellen Wangerooge, Langeoog, Norderney und Juist 6,50 Euro je Königin für Mitglieder des Landesverbands Weser-Ems und 7,00 Euro für auswärtige Beschicker; in den Steckbriefen der einzelnen Inseln steht nur der Satz von 7,00 Euro. Für Spiekeroog gelten 5,50 Euro. Fährkosten, Inseltransport und Zufütterung kommen dazu, auf Spiekeroog 13 Euro Rollgeld je Gestell. Landbelegstellen sind oft günstiger, die LWG nennt 1 bis 3 Euro je Königin.
Königinnen zum Kauf. Als ein Beispiel unter vielen nennt die Carnica-Imkerei Werner Seip in ihrer Preisliste für 2026 (Einzelpreise, ab fünf Stück günstiger):
| Königin | Preis je Stück |
|---|---|
| unbegattet | 17 € |
| Zuchtkönigin unbegattet | 22 € |
| begattet | 32 € |
| Zuchtkönigin begattet | 42 € |
| Zuchtkönigin belegstellenbegattet | 52 € |
Das Länderinstitut Hohen Neuendorf beziffert den Wert einer kontrolliert gepaarten Königin aus einem geprüften, gekörten Zuchtvolk auf bis zu 50 Euro. Instrumentell besamte Zuchtmütter mit veröffentlichten Zuchtwerten bieten anerkannte Züchter einzeln an, die Preise liegen deutlich höher und sind direkt zu erfragen.
Zuchtstoff. Das LAVES Celle gibt auf seinen Umlarvtagen Larven kostenlos ab, nur Näpfchen, Stopfen und Block kosten 0,50 Euro (Stand 2019). Anmeldung mindestens zwei Wochen vorher per Post, E-Mail oder Website, nicht telefonisch, mit Zahl der Larven und Herkunft Carnica oder Buckfast. Das Institut zieht jährlich rund 2.500 Königinnen auf und verkauft etwa 1.200.
Kurse und Zuchtorganisation in Deutschland
Königinnenzucht lernt man am besten am Volk. Die Bieneninstitute bieten 2026 unter anderem:
- Veitshöchheim (LWG): Das aktuelle Kursprogramm nennt einen Zuchtkurs für Fortgeschrittene (Dienstag, 5. Mai) und einen Körkurs (Mittwoch, 6. Mai), je 25 Euro. Die Züchterschulungen der AGT Bayern auf den Prüfhöfen Thüngersheim, Guglhör und Kringell laufen auf Einladung.
- Mayen: Kurs Königinnenvermehrung am 20. Mai 2026, Zuchtauslese bei der Honigbiene am 2. Juni.
- Kirchhain (LLH): Königinnenaufzucht für den eigenen Bedarf, Königinnenvermehrung in großem Umfang, Zuchtlehrgänge 1 und 2 zu Völkerbeurteilung und Paarungsbiologie.
- Hohen Neuendorf: Weiselaufzucht, künstliche Besamung, Bienenzucht und Zuchtwertschätzung, auch online.
- Celle (LAVES): Umlarvtage mit Larvenabgabe, Besamungslehrgang vom 6. bis 10. Juli 2026 nur für anerkannte Züchter und Züchter in Anerkennung (600 Euro), Fachforum Zucht am 1. und 2. Oktober (120 Euro), Kurs Merkmalsbeurteilung am 5. und 6. Oktober (180 Euro).
- Hohenheim: Lehrgänge der Landesanstalt für Bienenkunde, Termine auf der deutschen Institutsseite.
Wer selbst Zuchtköniginnen abgeben will, geht den Weg über den Landesverband. Nach den D.I.B.-Zuchtrichtlinien setzt die Anerkennung als Züchter Lehrgänge in Königinnenzucht, Körung und Bienengesundheit voraus, dazu mindestens 20 Völker derselben Zuchtpopulation, möglichst zwei gekörte Zuchtvölker und Reinzucht über drei Generationen mit Leistungsprüfung und Zuchtbuch. Wer ein Volk ankören lassen will, muss die Ergebnisse von mindestens fünf geprüften Geschwistervölkern gleicher Anpaarung vorlegen. Wie Zuchtwerte entstehen und wie die Merkmale vererbt werden, behandelt der Beitrag zur Genetik der Biene. Für Varroatoleranz arbeiten viele Züchter in der AG Toleranzzucht. Die Methoden beschreibt ihr Methodenhandbuch.
Die meisten Imker beginnen klein: eine Serie mit 10 bis 20 Zellen im Honigraum, Begattung am eigenen Stand, im zweiten Jahr die erste Fahrt zur Belegstelle. Der Zuchtobmann Ihres Kreisverbands kennt die nächste Belegstelle, die Anlieferungstermine und die Umlarvtermine in der Nähe.
Häufige Fragen
Wie alt dürfen die Larven beim Umlarven sein?
So jung wie möglich. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf nennt wenige Stunden bis einen Tag, die LWG Veitshöchheim und das LAVES Celle höchstens anderthalb Tage. Das internationale BEEBOOK empfiehlt 12 bis 24 Stunden. Ältere Larven wurden schon als Arbeiterin gefüttert, die Königin entwickelt sich dann schwächer. Am sichersten ist eine Zuchtmutter, die Sie gezielt eingesperrt haben.
Wie lange muss das Pflegevolk weisellos sein?
Für ein weiselloses Pflegevolk nennen LWG und LAVES neun Tage. In dieser Zeit ist die offene Brut zu alt für neue Weiselzellen geworden. Unmittelbar vor dem Zuhängen brechen Sie alle Nachschaffungszellen sorgfältig aus. Ein weiselrichtiges Pflegevolk mit Absperrgitter braucht keine Wartezeit, nimmt aber weniger Zellen an als ein hoffnungslos weiselloses Volk.
Wann schlüpft die Königin nach dem Umlarven?
Etwa zwölf Tage nach dem Umlarven. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf gibt Tag 5 für die Verdeckelung, Tag 11 für das Verschulen in Schlupfkäfige und Tag 12 für den Schlupf an. Verteilen Sie die reifen Zellen deshalb am zehnten, spätestens am elften Tag auf Begattungseinheiten, sonst sticht die zuerst geschlüpfte Königin ihre Schwestern ab.
Was ist der Unterschied zwischen Anbrüter und Pflegevolk?
Der Anbrüter ist ein Kasten oder Volk mit vielen weisellosen Jungbienen, das die frisch umgelarvten Zellen etwa 24 Stunden annimmt und anfüttert. Danach kommen die Zellen in ein starkes Pflegevolk, oft weiselrichtig mit Königin hinter dem Absperrgitter, das sie bis zum Schlupf versorgt. Nach Hohenheim braucht diese Kombination weniger Bienenmasse als ein großes weiselloses Pflegevolk.
Wie viele Bienen gehören in ein Begattungskästchen?
Für ein Einwabenkästchen nennt die LWG Veitshöchheim etwa einen Viertelliter Bienen aus einem Kunstschwarm, für eine Begattungseinheit in der Zanderbeute einen halben bis Dreiviertelliter. Das Länderinstitut Hohen Neuendorf rechnet mit rund 1.000 Bienen je Königin, eine Schöpfkelle voll. Wichtig sind junge Bienen, Futterteig und eine schlupfreife Zelle oder unbegattete Königin.
Warum müssen Begattungskästchen drohnenfrei sein?
Auf der Belegstelle sollen nur Drohnen der gekörten Drohnenvölker die Königinnen begatten. Ein einziger fremder Drohn im Kästchen untergräbt die Paarungssicherheit. Nach den D.I.B.-Zuchtrichtlinien kann der Belegstellenleiter die ganze Sendung zurückweisen, wenn er Drohnen findet. Füllen Sie Kästchen deshalb nur mit durch ein Absperrgitter abgesiebten Jungbienen oder setzen Sie ein Absperrgitter ein.
Was kostet eine belegstellenbegattete Königin 2026?
Die Preise sind frei. Eine Carnica-Imkerei verlangt 2026 zum Beispiel 32 Euro für eine begattete Königin, 42 Euro für eine begattete Zuchtkönigin und 52 Euro für eine belegstellenbegattete Zuchtkönigin. Unbegattete Königinnen kosten dort 17 bis 22 Euro. Instrumentell besamte Zuchtmütter anerkannter Züchter liegen meist deutlich darüber, Preise bitte direkt erfragen.
Wo lerne ich Königinnenzucht in Deutschland?
Am einfachsten im Imkerverein oder beim Zuchtobmann des Landesverbands. Die Bieneninstitute bieten Kurse an, 2026 etwa Mayen am 20. Mai einen Kurs Königinnenvermehrung, Veitshöchheim hat einen Zuchtkurs für Fortgeschrittene für 25 Euro im Programm. Kirchhain, Hohen Neuendorf und Celle haben Zucht- und Besamungslehrgänge, das LAVES veranstaltet zudem regelmäßig eigene Umlarvtage.
Quellen
- Standard methods for rearing and selection of Apis mellifera queens (Journal of Apicultural Research 52(1), 2013, COLOSS BEEBOOK), Ralph Büchler, Sreten Andonov, Kaspar Bienefeld u. a., IBRA, Volltext bei BIBBA
- Weiselaufzucht, Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf
- Königinnennachzucht (vorläufige Version, Januar 2025), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Institut für Bienenkunde und Imkerei Veitshöchheim
- Mini-Plus als Begattungskästchen, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen Veitshöchheim
- Gutes Zuchtmaterial ist seinen Preis wert: Was kostet eine Königin?, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen Veitshöchheim
- Kursprogramm des Instituts für Bienenkunde und Imkerei Veitshöchheim 2026, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
- Hinweise zu den Umlarvtagen (FAQ Nr. 72, 2019), LAVES, Institut für Bienenkunde Celle
- Schulungen und Veranstaltungstermine 2026, LAVES, Institut für Bienenkunde Celle
- Bienen@Imkerei Infobrief 11/2021: Aufzucht von Königinnen, Fachzentrum Bienen und Imkerei Mayen mit den Bieneninstituten der Länder
- Bienen@Imkerei Infobrief 11/2024: Zucht, Bieneninstitute Mayen, Münster, Veitshöchheim, Kirchhain, Hohenheim und Hohen Neuendorf
- Bienen@Imkerei Infobrief 01/2026: Begrüßung und Veranstaltungshinweise, APIS e. V. und Bieneninstitute der Länder
- Königinnenaufzucht (Vorlesung Bienenblock, Sommersemester 2012), Peter Rosenkranz, Landesanstalt für Bienenkunde, Universität Hohenheim
- Richtlinien für das Zuchtwesen des Deutschen Imkerbundes (Stand Juni 2021), Deutscher Imkerbund e. V.
- Zuchtplanungen 2025 der Landesverbände Hannoverscher Imker und Weser-Ems, Zuchtobmann F.-K. Tiesler, bienenzucht.de
- Preise für Königinnen 2026, Imkerei Werner Seip
- Bienenseuchen-Verordnung (BienSeuchV), § 5 Verbringen von Bienenvölkern, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
- Landesgesetz zum Schutz von Belegstellen für Bienen: Durchführungshinweise zur Festsetzung eines Schutzbezirks (Stand März 2023), Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, ADD
- Hot bees in empty broodnest cells: heating from within (Journal of Experimental Biology 206, 2003), Marco Kleinhenz, Brigitte Bujok, Stefan Fuchs und Jürgen Tautz, The Company of Biologists
- Factors affecting the reproductive health of honey bee (Apis mellifera) drones: a review (Apidologie 50, 2019), Juliana Rangel und Adrian Fisher II, Springer
- Honey Bee Queens Do Not Count Mates to Assess their Mating Success (Journal of Insect Behavior, 2018), Michael Simone-Finstrom und David R. Tarpy, USDA-ARS

